Teil II: Über das Tellajoch in den Rücken der Feinde

Seit mehreren Monaten zeichnet sich eine finale kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Truppen Kaiser Maximilians und den Drei Bünden ab, die mit den Eidgenossen eine Allianz eingegangen sind. Nach mehreren gleichermaßen blutigen wie fatalen Niederlagen versucht Habsburg, die Entscheidung zu erzwingen. Die Vorgeschichte dazu findet ihr unter diesem LINK.

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Teil I: Die blutigen Vorboten der Calvenschlacht

Die Calvenschlacht war die brutalste kriegerische Auseinandersetzung die jemals auf Tiroler Boden stattgefunden hat. Wie konnte es zu dieser gigantischen Vernichtung von Menschenleben kommen? Im ersten Teil meiner kleinen Serie will ich den Auftakt zur Katastrophe darstellen die Tod und Verderben über den Vinschgau bingen sollte.

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Weniger ist Mehr. Der Hof Englhorn in Schleis bei Mals im Vinschgau.

Es ist eine einzigartige Geschichte. Ein Bergbauer aus dem Oberen Vinschgau hat in wenigen Jahren das geschafft, was als Blaupause für eine künftige Berglandwirtschaft verwendet werden kann. Er arbeitet gleichermaßen erfolgreich wie fundamental ökologisch. Alexander Agethle aus Schleis bei Mals setzt dem neoliberalen Wahnsinn industrieller Massenproduktion lediglich ein schlichtes „Weniger ist Mehr“ entgegen. Und hat großen Erfolg damit.

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Die Sozialgenossenschaft vinterra kämpft um’s Überleben

Covid 19 bedroht nicht nur Menschen. In Südtirol kämpft die Sozialgenossenschaft vinterra derzeit um’s nackte Überleben. Gemeinsam können wir diese einzigartige Institution mit Sitz in Mals retten. Nötig ist zumindest eine Kapitalerhöhung von 29.000 €.

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Exzellent: Das neue BIO-Bistro ‚Vinterra‘ in Mals

Für mich ist ein neues Speiselokal normalerweise kein Grund, einen Blogbeitrag zu verfassen. Beim Bistro-Trattoria „Vinterra“ in Mals liegt der Fall völlig anders. Der nachhaltig-soziale Ansatz macht das Restaurant für mich zu etwas ganz Besonderem.

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Politische Inzucht

Das Urteil des Bozner Verwaltungsgerichtshofes in Sachen „Wunder von Mals“ ist ein Extrembeispiel politischer Inzucht im Lande südlich des Brenners.

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So geht BIO! Das BIO-Hotel Panorama in Mals

Ich betrachte es als eine Art ‚Vorläufer‘ des ‚Wunders von Mals‘: das BIO-Hotel Panorama in Mals. Gegründet von der Familie Steiner aus der Überzeugung heraus, dass nur eine ökologische Wirtschaftsweise Bestand haben kann. Nach großen Anstrengungen und viel Herzblut ist es heute zu einem Paradebeispiel für ökologisches Handeln, unternehmerischen Mutes und enkeltauglichen Denkens herangereift.

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Der BIO-Sockerhof der Anna Folie in Mals

Eine junge Frau beweist eindrucksvoll, dass Garten- und Ackerbau ohne Maschinen und sogenannte „Pflanzenschutzmittel“ bemerkenswerte Erträge abwerfen kann. Wenn man weiß, wie es geht. Ihr BIO-zertifizierter „Sockerhof“ liegt quasi mitten im pestizidfreien Mals.

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Der Paradiesgarten bei der Fürstenburg

„Ein Held ist jemand der die Verantwortung wahr nimmt, die ihm durch seine Freiheit zuteil wird.“ (Bob Dylan, Nobelpreisträger Literatur)

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Mals im Obervinschgau: Das Waterloo der Giftkonzerne

Eine kleine Gemeinde zeigt uns allen, wie sich Bürger_innen gegen allmächtige Politiker_innen, Konzerne, Korruptionisten, Oligarchen, Patriarchen und andere Mächte erfolgreich zur Wehr setzen. Hier ist von einer harten aber wundersam-schönen Geschichte mit Happy-End die Rede. Uns allen zur Nachahmung empfohlen!

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Der Thronsessel des magischen rätischen Dreiecks

Der Obere Vinschgau ist Teil des „magischen rätischen Dreiecks“. Uralte Kirchen, vorchristliche Kulthügel und eine bezaubernde Landschaft erinnern auf Schritt und Tritt an die von Geheimnissen umrankten Räter. Magisch ist nicht nur die Vergangenheit. Der Lechtlhof, hoch über Mals gelegen, gleicht einem Thron, von dem aus diese einzigartige, ja geradezu mystische Szenerie überblickt wird.

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Zivilcourage: Alexander Schiebel sollte uns allen ein Vorbild sein

Ich nehme den Interview-Beitrag des Bio-Kräuter-Unternehmers Urban Gluderer zum Anlass, die Diskussionen in Südtirol um die flächendeckende Giftspritzerei in Teilbereichen darzustellen. Dass die Politik in ganz Tirol oligarchische Züge hat, ist nichts Unbekanntes. Dass aber jetzt auch Kritiker der Chemiekeulen brutal mundtot gemacht werden sollen wie der Filmemacher Alexander Schiebel ist doch eine neue Dimension in der Politik der ältesten „Festlanddemokratie“.

Während der zuständige Südtiroler Landesrat Arnold Schuler auf Facebook quasi Werbung für Bio-Äpfel aus Südtirol macht, schaut die Realität bei unseren ‚verfolgten‘ südlichen Brüdern und Schwestern doch völlig anders aus.

Chemiewolken hängen wieder über den Obst-Monokulturen. Und niemand weiß genau, was da durch die Luft fliegt.

Chemiewolken hängen wieder über den Obst-Monokulturen. Und niemand weiß genau, was da durch die Luft fliegt. Die Bürgerliste Natz-Schabs wehrt sich dagegen. Bild: Bürgerliste Natz Schabs

Denn seit Wochen hängen wieder Chemiewolken über den Apfelplantagen. Selbst inmitten von Wohngebieten wird rücksichtslos genebelt. Auf Facebook tauchen immer mehr Beweisfotos wie jenes der Bürgerliste Natz-Schabs auf, und da wollte der Herr Landesrat Schuler offenbar eine Gegenoffensive starten. Jeder 2. Bio-Apfel in Europa stamme aus Südtirol, verkündet er mit charmantem Lächeln. Vielleicht stimmt das auch. Aber wieviel % beträgt der Anteil der verkauften Bio-Äpfel in Europa? Das sagt er natürlich nicht. Eine andere Zahl: jeder 6. in Europa verkaufte Apfel und jeder 10. verkaufte Apfel weltweit stammt aus Südtirol. So, jetzt kennen wir die Dimensionen.

Diese Kampagne zeigt die Hilflosigkeit von Arnold Schuler, dem giftigen Treiben der Obstbauern in Südtirol Einhalt zu gebieten. Deshalb lobt und preist er offenbar die Bio-Äpfel.

Diese Kampagne zeigt die Hilflosigkeit von Arnold Schuler, dem giftigen Treiben der Obstbauern in Südtirol Einhalt zu gebieten. Deshalb lobt und preist er offenbar die Bio-Äpfel. Aus: Facbookaccount von Arnold Schuler vom 2.5.2015

Schuler hat in der Tat allen Grund, die Flucht nach vorne anzutreten. Denn der Widerstand gegen die tonnenweise Ausbringung toxischer Agro-Chemikalien auf den Obst-Monokulturen nimmt in der Südtiroler Bevölkerung sprunghaft zu. Die Enthüllungen des Kräuterspezialisten Urban Gluderer bringen das Chemie-Fass jetzt zum Kippen.

Und dann noch das „Wunder von Mals“, jene legendäre Volksabstimmung in der die Wähler der Obervinschger Gemeinde jede Ausbringung der Agro-Gifte auf ihrem Gemeindegebiet untersagten. Was Wunder, dass die SVP dieses Ergebnis gerne vom Tisch wischen würde.

Alexander Schiebel

Der Dokumentarfilmer Alexander Schiebel

Alexander Schiebel, der bekannte Dokumentarfilmer, nahm sich dieses Themas schon im vergangenen Jahr intensiv an. Und dafür muss er jetzt offenbar büßen. Ihm wurde kürzlich von einem seiner Auftraggeber, der Südtirol-Werbung, quasi der Stuhl vor die Tür gestellt. Der Grund: Schiebel wagt es, in Südtirol gegen die ungebremste Ausbringung der chemischen Keulen und damit gegen den Stachel zu löcken. Noch schlimmer: Er begehrt damit auch automatisch gegen die Südtiroler Einheitspartei auf. Und das muss natürlich umgehend bestraft werden. Es lohnt sich, Alexanders Einträge auf seiner Facebook-Seite zu lesen.

Die Vorgeschichte: Schiebel ist seit dem „Wunder von Mals“ – als die Bevölkerung der Obervinschger Gemeinde Mals den Einsatz von Agro-Giften per Volksabstimmung auf ihrem Gemeindegebiet ausgeschlossen hatten – ein kritischer Begleiter dieser neuen Anti-Gift-Bewegung in Südtirol. Ist ja eigentlich sein Job. Genau das ist bei den Obstbaronen, Landwirtschaftskämmerern und den mit ihnen unter einer Tuchent steckenden Politiker_innen von der SVP nicht auf Wohlwollen gestoßen. Und jetzt plant Schiebel auch noch eine groß angelegte, durch Crowdfunding finanzierte Dokumentation über das ‚Wunder von Mals‘. Das war denn doch zuviel. Es wurde offensichtlich schon länger überlegt, wie man so einem Mann ‚zubischteign‚ kann. Jetzt war es soweit.

Als Schiebel dann eine ironische Abwandlung des Südtirol Schriftzuges im Marketing-Logo auf Facebook stellte („Pestizidtirol„) reichte das den modernen Landvögten und Duodezfürsten. Und als Schiebel dann auch noch eine ‚Chronik der Repression‘ auf Facebook veröffentlichte war der Ofen völlig aus. Wenn man in Tirol schon gefeuert wird dann hat man gefälligst die Schnauze zu halten. Schiebel tat das Gegenteil: er dokumentierte die Reaktionen der „Herrschenden“ akribisch auf seinem Facebook-Account. Und entblößte damit Politiker und deren Lemuren.

Wer nun die Realität in Nordtirol kennt, weiß automatisch, wie sowas läuft. Denn die in Sonntagsreden immer wieder mit fester Stimme von ‚ordentlichen Politikern‘ vorgetragene Mär von der ‚ältesten Festlanddemokratie Tirol‘ kann schon längst keine Rede mehr sein. Diese hat sich in eine miese Oligarchie verwandelt, in der eine Minderheit über die Mehrheit herrscht. In Nordtirol waren schon 2013 16 Stimmen der ÖVP mehr als 20 der vereinten Opposition. Und Bestellungen im Landespressedienst werden vom Landeshauptmann Nord höchstselbst dekretiert. Da wird weder gefragt noch gefackelt wenn es gilt, Parteisoldaten in höchste Ämter zu hieven.

Für mich zeugt die Aktion von Alexander Schiebel jedenfalls von einer Zivilcourage, wie ich sie in Tirol kaum mehr für möglich gehalten hätte. Sicher, in Facebook-Postings wird sie immer wieder eingefordert – meist anonym. Aber wenn’s drum geht, Klartext zu reden, ziehen 99,9 % der Maulhelden ihren Schwanz ein.

Schiebel führt uns jedenfalls schmerzhaft vor Augen, wie wir alle angesichts der Ungerechtigkeit und schmerzhaft aufbrechender Ungleichheit als Demokraten handeln müssten.

Wer hat den Mut, mit Schiebel aber auch mit dem Kräuter-Unternehmer Urban Gluderer gegen die Vergiftung der Südtiroler Böden aufzustehen? 

Urban Gluderer betreibt seit über fünfundzwanzig Jahren das Bio-Kräuter-Unternehmen Kräuterschlössl in Goldrain. Er zählt zu den Betroffenen der Spritzwut und hat diese (obst)bäuerliche Unart dokumentiert. In der Video-Dokumentation von Alexander Schiebl beschreibt er auf eindrückliche Weise, was die Bauern anrichten und dokumentiert, dass die Aussagen der Bauernvertreter in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz einen überschaubaren Realitätsbezug haben.

Alexander Schiebel leistet mit seiner Doku-Arbeit einen zentralen Beitrag zur Anti-Pestizid-Debatte die so überfällig wie wichtig ist.

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Was ist in Südtirol eine Freud‘? Wenn der Schmerz nachlässt!

Jahr für Jahr werden in Südtirol Tonnen von Agrar-Giften versprüht. Die Chemie-Wolken wabern auch heuer wieder – wie in jedem Frühjahr – über die riesigen Apfelfelder. Europaweit wird zwar eine heftige Diskussion über die Gefährlichkeit von Glyphosat, Pestiziden und Insektiziden geführt. Nur in einem Land gibt es diese Diskussion in den politisch devoten „Leitmedien“ kaum bis gar nicht: in Südtirol. Die Anti-Pestizid-Volksabstimmung in Mals hat aber das „Gesetz des Schweigens“ durchbrochen und sorgt für eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung.

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Jetzt quasi amtlich: Neonicotinoide sind Bienen-Killer

Eine Hiobsbotschaft für alle Südtiroler Imker: Pestizide sind für das massive Bienensterben verantwortlich. Neonicotiniod-Insektizide sind die Ursachen für den Tod der meisten Insekten, die die Bestäubung von Blüten besorgen. Das berichtet der Spiegel am 9. April 2015. Europäische Wissenschafter des EU-Wissenschafsnetzwerks Easac sind zu diesem wahrlich vernichtenden Ergebnis gekommen. (Download der Studie unten)

Um ehrlich zu sein: ich würde nie in der Nähe von Südtiroler Obstplantagen joggen oder Sport betreiben.

Nun liegt es an den Südtiroler Obst-Baronen und den mit ihnen verhaberten Politiker_innen: Wird die Verwendung von Neonicotinoiden verboten oder bleibt sie weiterhin erlaubt? Wenn kein Verbot – dann werden vermutlich die Bienen über die Klinge springen.

Vom Einsatz der Insektizide sind nicht nur Honigbienen betroffen. Auch Motten und Schmetterlinge, die auch Pflanzen bestäuben, werden vernichtet. Selbst auf insektenfressende Vögel hätten Pestizide Auswirkungen.

Tote Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000

Massen von toten Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000

5.000 – 10.000-mal giftiger als DDT

Vernichtend ist ein Vergleich: Allein eine Analyse gängiger Pflanzenschutzmittel hätte gezeigt, dass diese 5.000 bis 10.000-mal tödlicher für Bienen seien als DDT, das in Europa seit den 70er Jahren verboten ist.

Es schaut so aus, dass auch wir Menschen vom unfassbaren Gifteinsatz der Agroindustrie in Mitleidenschaft gezogen werden.

Es schaut nun tatsächich so aus, dass auch wir Menschen vom unfassbaren Gifteinsatz der Agroindustrie in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin sind Neonicotinoide bis zu 10.000-mal giftiger als DDT.

Achtung: Auch Honig und Pollen sind giftig

Die Neonicotinoide sind in ihrer Wirkung pervers wirkungsvoll. Anders als andere Pestizide bleiben sie nicht an den Blättern einer Pflanze allein hängen. Sie verteilen sich auf Blüten, Wurzeln, den Pflanzenstamm und sogar im Nektar und Pollen. Immer, wenn Tiere diese Pflanzenteile verspeisen, nehmen sie Neonicotinoide auf. Und – logisch – auch wir Menschen tun das wenn wir Honig essen oder Pollenprodukte verspeisen.

Die Malser_innen haben recht

Wenn man nun diese dramatische Wendung in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung betrachtet kommt dem Abstimmungsergebnis der Menschen in der Vinschger Gemeinde Mals größte Bedeutung zu:

– Es kann nicht angehen, dass irgendwelche Südtiroler Politiker_innen aus nunmehr absolut durchschaubaren Gründen diese Abstimmung in Frage stellen.

– Es kann nicht angehen, dass dieselben Politiker_innen und die mit ihnen verbündeten Obstbarone die neueste, eben veröffentlichte Studie wiederum als Panikmache abtun.

– Es geht jetzt schon gar nicht mehr an, dass sich die Südtiroler Imker eher die Zunge abbeißen als ihre Meinung offen zu artikulieren. Aus purer Angst vor den Mächtigen in ihrem Land. (Warum eigentlich, kann mir das jemand erklären?) Denn immer noch werden Agro-Gifte flächendeckend über Südtirol versprüht. Jene Gifte, die schlussendlich dafür verantwortlich sind, dass die Bienen in einem verheerenden Ausmaß sterben.

Jetzt braucht’s Menschen mit Zivilcourage

Die Südtiroler_innen haben jetzt nur noch eine Möglichkeit: Zumindest Neonicotinoide müssen verboten werden. Sie sollten sich einfach nur eines vor Augen halten: wenn sich in Pollen und Nektar Neonicotinoide finden – dann finden sich diese Gifte auch in den Früchten. Also in Äpfeln, Kirschen, Birnen etc. Sollen diese Gifte auf diesem Wege auch Menschen beeinträchtigen?

Wo sind die Menschen mit Zivilcourage in Südtirol?

Zum Download der Studie

Tote Tiere – Kranke Menschen | Wann legen wir den Giftmischern das Handwerk?

Die neuesten Erkenntnisse zur Wirkung von Glyphosat sind schockierend. Monsanto ist es gelungen, diese chemische Keule weltweit in einem Ausmaß zu verbreiten, das schaurig ist. Nun werden die Folgen quasi sozialisiert.

Speziell in Südtirol wird dieses Herbizid in rauhen Mengen im Obstbau eingesetzt um sogenanntes Unkraut zu vernichten. Wie lange dauert es noch, bis Politiker und die sogenannten Bauernvertreter reagieren?

Immer wieder entstehen aufrüttelnde Dokumentationen über die Auswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft. Mutige Wissenschaftler schweigen nicht über die Erkenntnisse, die sie bei der Untersuchung von Fehlentwicklungen entdecken, nicht minder mutige Journalisten recherchieren akribisch und fördern schockierende Fakten zu Tage.

Vor kurzem habe ich hier den Film „Food, Inc.“ vorgestellt, nun habe ich in den kürzlich auf ARTE gesendeten Film „Tote Tiere – Kranke Menschen“ in der ARTE-Medithek gefunden und verweise hier darauf.

Die meisten Menschen sehen lieber irgend eine Pilcher-Schnulze oder eine Blödel-Show als diese hart zu verdauenden Dokumentationen. Ein Verweis auf Verschwörungstheorien fällt leichter, als sich einzugestehen, dass sehr, sehr vieles in unserem Wirtschafts- und Lebenssystem komplett aus dem Ruder läuft.

Und wo man hinschaut, sieht man den selben Treiber: Die mörderische Gier von Konzernen, die der Profitmaximierung alle Werte und ethischen Überlegungen unterordnen.

Ich habe den Film auch auf Facebook gepostet und dort eine provokante These vertreten. Unter die…

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Pestizide sind das Riesenproblem Südtirols

Giftspritzen in Südtirol

Das kann Urlauber_innen in Südtirol locker passieren: sie durchqueren eine Pestizidwolke. Solche Bilder können auf längere Sicht gefährlich für den Tourismus werden. Bild: Umweltschutzgruppe Vinschgau

Ich behaupte: wenn es der Südtiroler Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Apfelbaronen nicht gelingt, die chemische Landwirtschaft in Griff zu bekommen, werden neben den Touristen auch die Bienen ausbleiben. Und dann kann in Südtirol das praktiziert werden, was in China schon gang und gäbe ist: das Bestäuben der Obstblüten von Hand. 

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Das Wunder von Mals

Gift auf Apfelmonokulturen

Für mich ist dies eine der schönsten Geschichten der vergangenen Jahre. Es ist die Geschichte eines demokratischen Dorfaufstandes dessen Tragweite noch gar nicht abgeschätzt werden kann. Das „Wunder von Mals“ erscheint mir bei näherem Hinsehen jene kleine, leichte und wunderschöne Schneeflocke zu sein, die schlussendlich eine gewaltige politische Lawine auslösen wird. Und davor zittern Südtiroler Politiker_innen, die mit ihnen packelnden medialen Jubelperser und jene Gierkonzerne, die im Land südlich des Brenners mit dem Verkauf von Agrargiften riesige Profite einstreichen. 

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