Vinschgau-Fallout: 80 % der Gifte stehen auf der Schwarzen Liste der EU

Im Heu des europaweit bekannten BIO-Bauernhofes der Familie Agethle aus Schleis bei Mals wurden kürzlich Rückstände des ‚vermutlich‘ krebsauslösenden Pestizids  Captan gemessen. (Hier ein Blogbeitrag im Onlinemagazin Salto). Das zeigt, wie dramatisch die Situation im Oberen Vinschgau bereits ist. Nicht nur die BIO-Bauernhöfe werden geschädigt. Die Spritzgifte aus den Apfelmonokulturen werden schon seit Jahrzehnten von den Bewohner_innen des Vinschgaus eingeatmet.  Da zeichnet sich ein Desaster ab. Denn der Mix aus dutzenden Pestiziden kann im Menschen dramatische Folgewirkungen zeitigen. Meine Frage: weshalb wehren sich nur die Menschen in der Gemeinde Mals gegen diesen Gift-Fallout? Haben die anderen Angst vor den Apfelbaronen?

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Eine Chronik des Malser Widerstandes

Die Südtiroler Politik, deren Apfelbarone und die Lemuren der Agrochemie laufen derzeit Sturm gegen ein soeben erschienenes Buch von Alexander Schiebel: „Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet. Eine Anleitung zum Widerstand.“ Der Schaum vor dem Mund ist erklärbar. Das südlich des Brenners bisher hochprofitable Konzept der industriellen Apfelzucht mit massivem Chemieeinsatz und ausuferndem Landschaftsverbrauch gerät immer stärker in eine selbst verschuldete Bredouille.

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Mals im Obervinschgau: Das Waterloo der Giftkonzerne

Eine kleine Gemeinde zeigt uns allen, wie sich Bürger_innen gegen allmächtige Politiker_innen, Konzerne, Korruptionisten, Oligarchen, Patriarchen und andere Mächte erfolgreich zur Wehr setzen. Hier ist von einer harten aber wundersam-schönen Geschichte mit Happy-End die Rede. Uns allen zur Nachahmung empfohlen!

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Südtiroler Fische schwimmen bauchaufwärts

Die Agrarchemie sei ungefährlich, hieß es. Jetzt schwimmen in einem Fluss in Südtirol die Fische mit dem Bauch nach oben.

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Neonicotinoide killen Bienen. Was nun?

Tote Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000
Auf dem Partezettel von milliarden von Bienen müsste stehen: Gekillt von der Chemieindustrie und deren Neonicotinoiden

Es sei ihnen ins Stammbuch geschrieben: Den ewigen, berufsmäßigen – und vermutlich sogar gekauften – Claqueuren der Chemieindustrie, Politik und Bauernvertretung, den verbalen Schreihälsen in allen sozialen Medien: Neonicotinoide killen Bienen.

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Tote Tiere – Kranke Menschen | Wann legen wir den Giftmischern das Handwerk?

Die neuesten Erkenntnisse zur Wirkung von Glyphosat sind schockierend. Monsanto ist es gelungen, diese chemische Keule weltweit in einem Ausmaß zu verbreiten, das schaurig ist. Nun werden die Folgen quasi sozialisiert.

Speziell in Südtirol wird dieses Herbizid in rauhen Mengen im Obstbau eingesetzt um sogenanntes Unkraut zu vernichten. Wie lange dauert es noch, bis Politiker und die sogenannten Bauernvertreter reagieren?

Immer wieder entstehen aufrüttelnde Dokumentationen über die Auswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft. Mutige Wissenschaftler schweigen nicht über die Erkenntnisse, die sie bei der Untersuchung von Fehlentwicklungen entdecken, nicht minder mutige Journalisten recherchieren akribisch und fördern schockierende Fakten zu Tage.

Vor kurzem habe ich hier den Film „Food, Inc.“ vorgestellt, nun habe ich in den kürzlich auf ARTE gesendeten Film „Tote Tiere – Kranke Menschen“ in der ARTE-Medithek gefunden und verweise hier darauf.

Die meisten Menschen sehen lieber irgend eine Pilcher-Schnulze oder eine Blödel-Show als diese hart zu verdauenden Dokumentationen. Ein Verweis auf Verschwörungstheorien fällt leichter, als sich einzugestehen, dass sehr, sehr vieles in unserem Wirtschafts- und Lebenssystem komplett aus dem Ruder läuft.

Und wo man hinschaut, sieht man den selben Treiber: Die mörderische Gier von Konzernen, die der Profitmaximierung alle Werte und ethischen Überlegungen unterordnen.

Ich habe den Film auch auf Facebook gepostet und dort eine provokante These vertreten. Unter die…

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Pestizide sind das Riesenproblem Südtirols

Giftspritzen in Südtirol
Das kann Urlauber_innen in Südtirol locker passieren: sie durchqueren eine Pestizidwolke. Solche Bilder können auf längere Sicht gefährlich für den Tourismus werden. Bild: Umweltschutzgruppe Vinschgau

Ich behaupte: wenn es der Südtiroler Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Apfelbaronen nicht gelingt, die chemische Landwirtschaft in Griff zu bekommen, werden neben den Touristen auch die Bienen ausbleiben. Und dann kann in Südtirol das praktiziert werden, was in China schon gang und gäbe ist: das Bestäuben der Obstblüten von Hand. 

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