Politische Inzucht

Das Urteil des Bozner Verwaltungsgerichtshofes in Sachen „Wunder von Mals“ ist ein Extrembeispiel politischer Inzucht im Lande südlich des Brenners.

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Vinschgau-Fallout: 80 % der Gifte stehen auf der Schwarzen Liste der EU

Im Heu des europaweit bekannten BIO-Bauernhofes der Familie Agethle aus Schleis bei Mals wurden kürzlich Rückstände des ‚vermutlich‘ krebsauslösenden Pestizids  Captan gemessen. (Hier ein Blogbeitrag im Onlinemagazin Salto). Das zeigt, wie dramatisch die Situation im Oberen Vinschgau bereits ist. Nicht nur die BIO-Bauernhöfe werden geschädigt. Die Spritzgifte aus den Apfelmonokulturen werden schon seit Jahrzehnten von den Bewohner_innen des Vinschgaus eingeatmet.  Da zeichnet sich ein Desaster ab. Denn der Mix aus dutzenden Pestiziden kann im Menschen dramatische Folgewirkungen zeitigen. Meine Frage: weshalb wehren sich nur die Menschen in der Gemeinde Mals gegen diesen Gift-Fallout? Haben die anderen Angst vor den Apfelbaronen?

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Südtirol: Giftspritzende Apfelbarone bedrohen innovativen BIO-Bauern

Die Situation vieler BIO-Betriebe in ‚Pestizidtirol‘ ist dramatisch. Die Existenz eines der innovativsten Unternehmen wird durch den ungehemmten Einsatz hochgiftiger ‚Pflanzenschutzmittel‘ sogar massiv bedroht.

Wo bleibt die Südtiroler Politik? Sie steht hinter den  Giftlern und schaut weg wenn es um den Gift-Fallout geht. Was tut der Bauernbund? Nichts. Außer eindeutig auf der Seite der giftspritzenden Apfelbarone und der in Südtirol gut gelittenen Pestizidindustrie zu stehen. Die Rechtssprechung? Die weigert sich schlicht und einfach, Stellung zu beziehen. 

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Aber hallo? Vom Grüßen im Gebirge

Grüßen im Gebirge ist bei vielen Bergwanderern anscheinend aus der Mode gekommen. Und wenn gegrüßt wird, kommt meist das Wort ‚HALLO‘ ins Spiel. Mit Verlaub: So meldet man sich am Telefon und nicht in den Bergen.

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Die TIWAG – ein Fall für den Staatsanwalt?

Der Knall könnte nicht lauter sein: Regula Imhof, für die Tiroler Grünen im Aufsichtsrat der TIWAG, verzichtet in Zukunft auf diese zweifelhafte Ehre und legt das Amt nieder. Die Schallwellen treffen auch oder vor allem die Tiroler Grünen, allen voran Umweltlandesrätin Ingid Felipe mit ihrer grünen Landhaus-Nomenklatura. Wird das jetzt ein Fall für den Staatsanwalt? Mein Respekt gilt jedenfalls Regula Imhof für ihre – in Tirol nicht eben weit verbreitete – Zivilcourage.

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Südtiroler Fische schwimmen bauchaufwärts

Die Agrarchemie sei ungefährlich, hieß es. Jetzt schwimmen in einem Fluss in Südtirol die Fische mit dem Bauch nach oben.

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Neonicotinoide killen Bienen. Was nun?

Tote Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000

Auf dem Partezettel von milliarden von Bienen müsste stehen: Gekillt von der Chemieindustrie und deren Neonicotinoiden

Es sei ihnen ins Stammbuch geschrieben: Den ewigen, berufsmäßigen – und vermutlich sogar gekauften – Claqueuren der Chemieindustrie, Politik und Bauernvertretung, den verbalen Schreihälsen in allen sozialen Medien: Neonicotinoide killen Bienen.

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Was ist in Südtirol eine Freud‘? Wenn der Schmerz nachlässt!

Jahr für Jahr werden in Südtirol Tonnen von Agrar-Giften versprüht. Die Chemie-Wolken wabern auch heuer wieder – wie in jedem Frühjahr – über die riesigen Apfelfelder. Europaweit wird zwar eine heftige Diskussion über die Gefährlichkeit von Glyphosat, Pestiziden und Insektiziden geführt. Nur in einem Land gibt es diese Diskussion in den politisch devoten „Leitmedien“ kaum bis gar nicht: in Südtirol. Die Anti-Pestizid-Volksabstimmung in Mals hat aber das „Gesetz des Schweigens“ durchbrochen und sorgt für eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung.

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Jetzt quasi amtlich: Neonicotinoide sind Bienen-Killer

Eine Hiobsbotschaft für alle Südtiroler Imker: Pestizide sind für das massive Bienensterben verantwortlich. Neonicotiniod-Insektizide sind die Ursachen für den Tod der meisten Insekten, die die Bestäubung von Blüten besorgen. Das berichtet der Spiegel am 9. April 2015. Europäische Wissenschafter des EU-Wissenschafsnetzwerks Easac sind zu diesem wahrlich vernichtenden Ergebnis gekommen. (Download der Studie unten)

Um ehrlich zu sein: ich würde nie in der Nähe von Südtiroler Obstplantagen joggen oder Sport betreiben.

Nun liegt es an den Südtiroler Obst-Baronen und den mit ihnen verhaberten Politiker_innen: Wird die Verwendung von Neonicotinoiden verboten oder bleibt sie weiterhin erlaubt? Wenn kein Verbot – dann werden vermutlich die Bienen über die Klinge springen.

Vom Einsatz der Insektizide sind nicht nur Honigbienen betroffen. Auch Motten und Schmetterlinge, die auch Pflanzen bestäuben, werden vernichtet. Selbst auf insektenfressende Vögel hätten Pestizide Auswirkungen.

Tote Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000

Massen von toten Bienen werden in Südtirol bald zum alltäglichen Bild in Bienenhäusern gehören. Bild: global2000

5.000 – 10.000-mal giftiger als DDT

Vernichtend ist ein Vergleich: Allein eine Analyse gängiger Pflanzenschutzmittel hätte gezeigt, dass diese 5.000 bis 10.000-mal tödlicher für Bienen seien als DDT, das in Europa seit den 70er Jahren verboten ist.

Es schaut so aus, dass auch wir Menschen vom unfassbaren Gifteinsatz der Agroindustrie in Mitleidenschaft gezogen werden.

Es schaut nun tatsächich so aus, dass auch wir Menschen vom unfassbaren Gifteinsatz der Agroindustrie in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin sind Neonicotinoide bis zu 10.000-mal giftiger als DDT.

Achtung: Auch Honig und Pollen sind giftig

Die Neonicotinoide sind in ihrer Wirkung pervers wirkungsvoll. Anders als andere Pestizide bleiben sie nicht an den Blättern einer Pflanze allein hängen. Sie verteilen sich auf Blüten, Wurzeln, den Pflanzenstamm und sogar im Nektar und Pollen. Immer, wenn Tiere diese Pflanzenteile verspeisen, nehmen sie Neonicotinoide auf. Und – logisch – auch wir Menschen tun das wenn wir Honig essen oder Pollenprodukte verspeisen.

Die Malser_innen haben recht

Wenn man nun diese dramatische Wendung in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung betrachtet kommt dem Abstimmungsergebnis der Menschen in der Vinschger Gemeinde Mals größte Bedeutung zu:

– Es kann nicht angehen, dass irgendwelche Südtiroler Politiker_innen aus nunmehr absolut durchschaubaren Gründen diese Abstimmung in Frage stellen.

– Es kann nicht angehen, dass dieselben Politiker_innen und die mit ihnen verbündeten Obstbarone die neueste, eben veröffentlichte Studie wiederum als Panikmache abtun.

– Es geht jetzt schon gar nicht mehr an, dass sich die Südtiroler Imker eher die Zunge abbeißen als ihre Meinung offen zu artikulieren. Aus purer Angst vor den Mächtigen in ihrem Land. (Warum eigentlich, kann mir das jemand erklären?) Denn immer noch werden Agro-Gifte flächendeckend über Südtirol versprüht. Jene Gifte, die schlussendlich dafür verantwortlich sind, dass die Bienen in einem verheerenden Ausmaß sterben.

Jetzt braucht’s Menschen mit Zivilcourage

Die Südtiroler_innen haben jetzt nur noch eine Möglichkeit: Zumindest Neonicotinoide müssen verboten werden. Sie sollten sich einfach nur eines vor Augen halten: wenn sich in Pollen und Nektar Neonicotinoide finden – dann finden sich diese Gifte auch in den Früchten. Also in Äpfeln, Kirschen, Birnen etc. Sollen diese Gifte auf diesem Wege auch Menschen beeinträchtigen?

Wo sind die Menschen mit Zivilcourage in Südtirol?

Zum Download der Studie

Südtiroler Bienen: ein Kollateralschaden der Agro-Industrie?

Wie gefährlich ist die massenhafte Anwendung von Pestiziden in den Obst-Monokulturen Südtirols wirklich? Und: Weshalb werden Untersuchungen entweder nicht gemacht oder  – im Fall toter Bienen – ganz offensichtlich vorhandene Ergebnisse nicht veröffentlicht?

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Pestizide sind das Riesenproblem Südtirols

Giftspritzen in Südtirol

Das kann Urlauber_innen in Südtirol locker passieren: sie durchqueren eine Pestizidwolke. Solche Bilder können auf längere Sicht gefährlich für den Tourismus werden. Bild: Umweltschutzgruppe Vinschgau

Ich behaupte: wenn es der Südtiroler Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Apfelbaronen nicht gelingt, die chemische Landwirtschaft in Griff zu bekommen, werden neben den Touristen auch die Bienen ausbleiben. Und dann kann in Südtirol das praktiziert werden, was in China schon gang und gäbe ist: das Bestäuben der Obstblüten von Hand. 

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Das Wunder von Mals

Gift auf Apfelmonokulturen

Für mich ist dies eine der schönsten Geschichten der vergangenen Jahre. Es ist die Geschichte eines demokratischen Dorfaufstandes dessen Tragweite noch gar nicht abgeschätzt werden kann. Das „Wunder von Mals“ erscheint mir bei näherem Hinsehen jene kleine, leichte und wunderschöne Schneeflocke zu sein, die schlussendlich eine gewaltige politische Lawine auslösen wird. Und davor zittern Südtiroler Politiker_innen, die mit ihnen packelnden medialen Jubelperser und jene Gierkonzerne, die im Land südlich des Brenners mit dem Verkauf von Agrargiften riesige Profite einstreichen. 

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Franz Hörl, ein richtiger Tiroler

Eine neue Dimension des Sommer-Tourismus in Tirol: Der Ersatz rauschender Wildbäche durch Schautafeln.

Was brauchen wir in Tirol rauschende Wildbäche? Ein richtiger Tiroler braucht Elektrizität. Damit er dauernd unter Spannung steht.

Es ist schon erstaunlich, wer alles in der Tiroler Tageszeitung krause Gedankengänge absondern darf. Früher nannte man Derartiges kurz und bündig „Schmiererei“. Aber was am 18. Dezember in der TT als „Gastkommentar“ veröffentlicht wurde, schlägt jedem – ich wiederhole – jedem Fass den Boden aus.

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Perlen des Tiroler Amtssachverstandes

Damit könnte es schon sehr bald vorbei sein: der Fernaubach steht auch auf der Liste jener Gletscherbäche, die sich die TIWAG unter den Nagel reißen will.

Damit könnte es schon sehr bald vorbei sein: der Fernaubach steht auch auf der Liste jener Gletscherbäche, die sich die TIWAG unter den Nagel reißen will. Und dessen Wasser bis zu 80 % (!) abgeleitet werden soll. Aber: davon merken die dummen Touristen vermutlich eh nix, meint der Amtssachverständige.

Ich geb‘s ja zu. Das Tourismusgutachten zur Wasser-Abgraberei der TIWAG hat es mir angetan. So etwas liest man nur alle Heiligen Jahre. Denn da erblödet sich ein sogenannter ,Amtssachverständiger‘ nicht, der Betoniererfraktion bei den Tiroler Grünen, in ÖVP und TIWAG in einer Art und Weise die Mauer zu machen, die ihresgleichen sucht. Dass er dabei immer wieder ins kabarettistische abgleitet ist das Salz in dieser Suppe. Hier also der zweite Teil der Serie: Perlen des Amts-Sachverstandes.

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