Die Sozialgenossenschaft vinterra kämpft um’s Überleben

Covid 19 bedroht nicht nur Menschen. In Südtirol kämpft die Sozialgenossenschaft vinterra derzeit um’s nackte Überleben. Gemeinsam können wir diese einzigartige Institution mit Sitz in Mals retten. Nötig ist zumindest eine Kapitalerhöhung von 29.000 €.

Im vergangenen Herbst konnte ich mich selbst und vor Ort über das Wirken von vinterra informieren. Ich besuchte die Felder der Sozialgenossenschaft, auf denen BIO-Gemüse gezüchtet wird. Und speiste öfters exzellent im genossenschaftseigenen vinterra-Restaurant an der Umfahrungsstraße in Mals. Für mich ist diese Initiative ein wunderbares Beispiel für Sozialpolitik ‚von unten‘ die auch nicht darauf vergisst, dass Genuss zum Leben gehört.

Karottenernte auf den Vinterrafeldern in Laatsch.

vinterra- BIO-Gemüse im vinterra-BIO-Bistro

vinterra ist schon in all den Jahren zu einer fixen Institution im Oberen Vinschgau herangereift. In den Bereichen Landwirtschaft, Gastronomie und Dienstleistung wurden seit 2015 viele Arbeits- und Praktikumsplätze für sozial benachteiligte Mitarbeiter_innen geschaffen. Mit der Eröffnung des Bistros vinterra an der Umfahrungsstraße in Mals hat man dann neue Wege beschritten. Einerseits sollte das Restaurant wohlschmeckende BIO-Gerichte anbieten. Andererseits hoffte man, im Bistro immer mehr eigene Produkte wie das auf den Feldern in Mals gezogene BIO-Gemüse zu ‚veredeln‘ und damit eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. 

Covid brachte dann aber im März das abrupte Ende jeglicher Tätigkeit und die vinterra an den Rand des Abgrunds. Obwohl das Bistro am 25. Mai wieder eröffnet worden war, konnte der Umsatz nur sehr zögerlich und langsam an die Zeit vor Covid anknüpfen. Fixkosten fielen weiterhin an und müssen bezahlt werden. Ob nun Lockdown oder nicht.

Vinterra kann nur mit einer Kapitalerhöhung überleben

Mindestens 29.000 € sind nötig, um die Sozialgenossenschaft vor dem Untergang zu retten. Ein Geldbetrag, der durchaus aufzubringen ist, wenn wir gemeinsam handeln.

Wie können wir gemeinsam vinterra helfen und damit retten?

  • Wir können Genossenschaftsmitglied werden. Das Genossenschaftsprinzip ist es ja, dass viele Menschen vinterra tragen. Mit einem einmaligen Mitgliedsbeitrag von 200 Euro wird man Mitglied und Teil der Genossenschaft. Mehr noch: wer will, kann auch ehrenamtlich im Betrieb mitarbeiten.
  • Spenden überweisen. Auch ‚normale’ Spenden-Überweisungen auf das Konto von vinterra IBAN IT49Y0806658541000304222504 bei der Raika Obervinschgau oder via Paypal können das Ärgste verhindern. Und: Für die Spende wird eine offizielle Spendenbestätigung für das In- und Ausland ausgestellt. Hier weitere Information für Fördermitglieder
  • mit der Zuweisung der 5‰ der Steuerklärung an die Sozialgenossenschaft vinterra onlus, Steuernummer: 02860070214 – das gilt nur für Italien.
  • mit dem Kauf der vinterra Produkte und dem Besuch des Bistros vinterra

Weitere Infomationen erhält man im Bistro vinterra, per e-mail info@vinterra.it oder unter der Telefonnummer +39 345 7222 384. Zusätzliche Informationen auf der Website: https://www.vinterra.it/

Eines möchte ich abschließend noch betonen. vinterra ist mehr als nur eine gemeinnützige Sozialgenossenschaft, für die BIO-Landwirtschaft quasi logisch ist. Sie ist indirekt auch ein ‚Kind‘ jener Volksabstimmung, die die Gemeinde Mals europa-, ja sogar weltweit berühmt gemacht und das WUNDER VON MALS begründet hat. Bekanntlich lehnten vor fünf Jahren knapp 80 Prozent der Wähler_innen von Mals den Einsatz von Pestiziden auf ihrem Gemeindegebiet ab. Und sind ein leuchtendes Beispiel für viele Menschen geworden, die der Gesundheit der Menschen mehr Gewicht schenken als den Steigerungen der Profite.

Meine Bitte an euch Leser_innen: helft vinterra, diese schwierige Zeit zu überwinden. Und besucht das Bistro in Mals, wenn ihr das nächste Mal ins schöne Vinschgau unterwegs seid.