Tirol für Anfänger und Fortgeschrittene

Zwei Bücher zum Thema ‚Tirol‘ erscheinen rechtzeitig zum ‚Corona-Sommer‘. Das Eine kann als witziges Aufklärungs-Buch für ‚Tirol-Einsteiger’ bezeichnet werden. Das Andere schlägt 100 konkrete Begehungsvorschläge in Tirol vor. Da ich beide Autoren kenne ist es mir eine Freude, deren Werke kurz vorzustellen.

Prantls glossenhaftes Tirol

Als ‚Landesvermesser’ präsentiert sich Dominik Prantl in seinem ‚Glossar über das weltweit schönste Bundesland Österreichs‘. Er ist Berg- und Reise-Journalist der Süddeutschen Zeitung und lebt in seinem Tirol-Buch ganz offensichtlich seine innige Liebe zum Land aus. Man weiß es ja: was sich liebt, das neckt sich auch.

Prantl erklärt und beschreibt darin im Stil eines ‚Tirol-Dudens‘ von –>Andreas Hofer über die –>Kurzohrmaus bis zum –>Großglockner nicht nur die größten Tiroler. Zum Handkuss kommen auch solche, die sich dafür halten. Wie etwa Liftkaiser. Oder ein in Innsbruck ansässiger ‚Präsident‘. Der  wird von Prantl in wenigen Sätzen glossiert: „Hat als Firmengründer die Pistenbeschilderung und als Präsident des Österreichischen Skierbandes das Skifahren neu erfunden. … Nach eigenem Ermessen Weltklasseskifahrer, Weldklasseunternehmer und Weltklassefunktionär in Personalunion.“ 

Auch ein ‚aus den Fugen geratenes Bergbauerndorf auf knapp 1.400 m Seehöhe mit ‚einigen überregional bekannten Schankstätten, die nüchtern nur schwer zu ertragen sind‘ kriegt sein Fett ab. Nicht nur als ‚Brutstätte des Coronavirus‘, das in viele europäische Länder exportiert wurde. Auch als ‚Sinnbild knallharter Bergkommerzialisierung‘ mit dem Ruf, es brauche eigentlich nur den Aloys-Clan für einen Aufschwung mit dem Slogan Relax. If you can.“ 

Prantls Handbuch mit Illustrationen von Christian Opperer ist für Tirol-Einsteiger herzhaft zu empfehlen. Werden doch alpin-urbane Menschen, uralte Landesmythen, krachlederne Traditionen, einst wichtige Städte und touristenumströmte Denkmäler mit feiner Ironie auf das reduziert, was sie tatsächlich sind.

Dominik Prantl: Tirol. Eine Landesvermessung in 111 Begriffen. Illustriert von Christian Opperer

86 Seiten, 34 zweifarbige Illustrationen, 18 cm x 13 cm
Tyrolia 2020

14.95 EUR,
ISBN:978-3-7022-3848-3

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Schwinghammers Ausflugsführer

‚Freizeit in Tirol‘ betitelt Uwe Schwinghammer eine Art Reiseführer für Einheimische  durch Tirol. Der Untertitel ‚Die 100 schönsten Ausflugsziele in Nordtirol‘ verweist denn auch die Absicht des Autors. Es sollte wohl ein Buch gegen die Ideenlosigkeit vieler Landsleute sein, die zwar die sieben Weltwunder kennen, den Schönheiten des eigenen Landes indes weniger zugeneigt sind.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist St. Magdalena im Halltal.

Die bezirksweise Einteilung seiner Tipps erleichtert es denen dann auch, lohnenswerte Ausflüge in die nähere Umgebung zu planen. Sein Spektrum reicht von Zielen, die man gesehen haben muss, bis zu echten Geheimtipps. Er hat als Familienvater auch einfache Wanderungen mit berücksichtigt, die ein spezielles Angebot für Kinder aufweisen.

Einer der 100 Ausflugsziele: Die Wallfahrtskirche zu St. Georgenberg.

Großen Wert legte Uwe Schwinghammer darauf, Ausflüge vorzusstellen, die auch für mehrköpfige Familien leistbar bleiben. Rund die Hälfte der Reiseziele ist kostenlos und gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Ich kann diesen Reise- und Ausflugsführer durch Tirol nicht nur jenen empfehlen, die kurz- und bündige Informationen lieben. Er ist besonders geeignet für Familien mit kleinen Kindern. Und logo: Anfahrtstipps mit Öffis und Auto, Gehzeiten und – ganz wichtig – Einkehrtipps ergänzen die Präsentationen.

Uwe Schwinghammer: Die 100 schönsten Ausflugsziele in Nordtirol

256 Seiten, 234 farb. Abb., 1 Übersichtskarte
18.5 cm x 11.5 cm, Tyrolia 2020

19.95 EUR
ISBN:978-3-7022-3847-6

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