Meine maßgeschneiderte Brille? ‚Made in Innsbruck‘!

Das ist die kurze Geschichte einer langen Suche. Ich erzähle euch, wie ich zu meiner höchst exklusiven Brille bekommen bin. Und weshalb ich zum Stammkunden eines Optikergeschäftes geworden bin, das inzwischen inmitten der Innsbrucker Altstadt außergewöhnliche Brillenfassungen erzeugt. ‚Made in Innsbruck‘ statt ‚Made in China‘. Und die gibt’s jetzt auch auf Gutscheinbasis.

Begonnen hatte es wie üblich: Mit dem Überschreiten des 50. Lebensjahres beginnen schleichend die kleinen Veränderungen des Körpers. Eine erste – billige – Lesebrille wurde von vielen weiteren – billigen – abgelöst. Keine hatte mir wirklich gefallen. Und als ich mich erstmals wirklich auf die Suche machte fand ich auch keine die mir gefiel. Jahre später bummelte ich durch die Riesengasse und im Schaufenster eines Optikergeschäftes sah ich jene runde Brille,  die ich all die Jahre gesucht und nicht gefunden hatte. Und da ich bereits eine eher ungenaue Fernsicht hatte ließ ich mir in diesem alteingesessenen Geschäft auch gleich meine Augen ‚vermessen‘.

Rund und rot. So muss meine Brille sein

Alexander Gartner

Alexander Gartner führt den Optikerbetrieb in 4. Generation

Alexander Gartner heißt der junge Mann, der das Optikergeschäft von Renate Hopffer in 4. Generation führt. Seine Auswahl runder Brillenfassungen war schon vor Jahren exquisit. Er führt ausschließlich Marken, die im Design exklusiv und gleichzeitig preisgünstig sind. Und dennoch gefiel mir nur eine einzige Brille 100 prozentig. Nämlich die, die ich heute noch trage. Rund und rot. Ich ließ mir im Geschäft auch gleich eine Gleitsichtbrille vermessen, wollte die Gläser aber in einer von mir geschätzten Lesebrille gefasst haben. Etwas anderes kam für mich nicht in Frage. Kein Problem für Alexander Gartner. Und genau deshalb bin ich heute noch Stammkunde. 

Werner Kräutler

Auf der Alm erkennt man mich an der roten Brille. Wie auch die Gaiss Espresso.

Einen Nachteil dieser Art von Brillenfassungen – es handelte sich ja um eine Lesebrille – hatte ich nicht bedacht: sie sind nicht für eine ständige Benutzung konzipiert und nach 5 Monaten mehr oder minder kaputt. Ich trage sie ja den ganzen Tag und nicht nur zum Lesen. Also musste ich des öfteren bei meinem Optiker vorbei um eine neue ‚Lesebrillen-Fassung‘ zu kaufen. Kein Problem aber lästig.

Als ich vor etwas mehr als einem Jahr wieder einmal so eine Fassung kaufen wollte staunte ich nicht schlecht. Alexander bot mir an, just meine Lieblings-Fassung ’nach zu schnitzen‘. Wie das? Er hatte begonnen, Maschinen zu entwickeln, mit denen er Brillenfassungen in allen Formen, Farben und Größen herstellen konnte. Und das aus hochqualitativem Material. Gesagt – getan, denn ich wollte eine schöne und auch stabile Brillenfassung.

Der Maschinenpark in der Riesengasse ist nicht riesig, dafür aber hochwertig. Da stehen neben alten Präzisionsmaschinen aus Deutschland neueste, selbst konstruierte High-Tech-Geräte. Für Laien wie mich Wunderwerke. Aber: mit ihnen sind Brillen in allen Farben und Façons möglich. Hier ein kleiner Überblick über rund 200.000 potentielle Möglichkeiten, die Alexander Gartner theoretisch herstellen könnte.

Für mich als Innsbruck-Afficionado besonders wichtig: In der von reinen Handels- und Souvenirgeschäften quasi überschwemmten Altstadt regt sich wieder das Handwerk. Ist doch der gesamte Ablauf des Brillenmachens reine Handarbeit auf höchstem Präzisionsniveau. Hut ab: Alexander Gartner hat selbst High-Tech-Geräte entwickelt um die höchst mögliche Passgenauigkeit bei der Herstellung zu erreichen.

Brille von Optik Hopffer

Diese Brille gehört…

Brille von Optik Hopffer

…unverkennbar mir.

Ich bin nun stolzer Besitzer einer schönen Brille, die auch noch höchst langlebig ist. Und was ich an den Brillenmachern der Riesengasse vor allem schätze ist die Tatsache, dass hier ein  ausgebildeter Optikermeister die Brille anpasst. Was man von den Diskontern beileibe nicht behaupten kann. Und was den Preis anlangt: der kann sich jederzeit selbst mit jenen Fassungen messen, wovon die meisten aus China stammen.

Der Osterhase in Zeiten der Quarantäne

Wer Alexander Gartner und seinen kleinen Optiker- und Brillenmacherbetrieb auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen will kann das jederzeit tun. Wie? Ganz einfach: legen Sie einen Gutschein ins Osternest, einen Gutschein für eine handgemachte, maßgeschneiderte Brille. Der oder die Beschenkte sucht sie dann selbst aus.

Hier geht’s zu den Gutscheinen

Ich habe die Brillenmacher übrigens bereits in einem früheren Blog HIER vorgestellt.

Wichtige Nachbemerkung: Ich habe für diesen Blogpost weder Geld noch Geschenke erhalten. Meine hier zitierte Brille habe ich selbstverständlich selbst bezahlt. Ich schreibe auch diesen Blog aus Dankbarkeit dem Land Tirol gegenüber. Seit mehreren Jahrzehnten engagiere ich mich daher ohne Bezahlung für Klein- und Bergbauern, kleine Handwerker und kleine Dienstleister. Dieser Blog ist Teil meines zivilgesellschaftlichen Engagements.