Sinnvolles mit Stil schenken

Heute möchte ich wieder außergewöhnliche Tiroler Weihnachtsgeschenke vorstellen: Ein integratives Kochbuch aus dem Wipptal, „Wundersocken“ aus Südtirol und zuguterletzt schwärme ich über einen ganz fantastischen Rucksack. Der wird zwar in Indien produziert aber im 3. Welt-Shop in Innsbruck verkauft.

Vor einigen Monaten wurde mir zugetragen, im Wipptal würde ein weiteres „Kochbuch“ geschrieben. Na bravo dachte ich mir. Das achthundertzwanzigste seiner Art. Aber das Ergebnis ist alles andere als normal. Es ist sogar fantastisch. Respekt. Ein Weihnachtsgeschenk allererster Güte.

Ein wahrhaft integratives Kochbuch
Ein wahrhaft integratives Kochbuch

Sicher, das eben erschienene Lese-Foto-Koch-Buch mit dem einladenden Titel „Beim Essen kemmen die Leit zåmm“ handelt auch vom Kochen. Aber die Zubereitung feiner Speisen steht einmal nicht wirklich im Mittelpunkt. Es sind Schicksale, Berufe und Berufungen von 28 Menschen, die in diesem außerordentlichen Genuss-Lesebuch die Hauptrolle spielen. Tiroler_innen und Menschen aus aller Welt. 14 Rezepten aus Tirol – 14 Rezepte aus aller Welt. So schaut gelebte und praktizierte Integration im Wipptal aus.

Stilvoller Genuss samt Lebenslust und Rezepten auf 116 Seiten. Foto: Next, Jugendplattform Wipptal
Stilvoller Genuss samt Lebenslust und Rezepten auf 116 Seiten. Foto: Next, Jugendplattform Wipptal

Die Idee stammt von der Wipptaler Jugendplattform Next um Patrick Geir und Victoria Hörtnagl. Und unter aktiver Mithilfe der Genussspechte Wipptal – einer losen Gruppierung um die Haubenköchin Gabi Gatscher von der legendären Pumafalle in Trins – ist ein Werk entstanden, das fotografisch (Lisa Wöss), grafisch (Klemens Hörtnagl) und textlich (Mag. Thomas Schafferer) selbst hochgesteckte Erwartungen ganz locker erfüllt.

Die insgesamt 28 Wipptaler_innen werden im Buch persönlich vorgestellt und verraten anschließend ihr Lieblingsrezept. So folgt etwa der Beschreibung einer Ochsensulze durch Gabriela Eller, der Wirtin von Kasern in der Schmirn etwa das Lieblingsgericht der gebürtigen Philippina Nenita Schafferer: Pancits Sotanghon (gebratenes Huhn) mit Glasnudeln und Frühlingsrollen.

Dass auch meine ‚Alm-Chefin‘ Helga Hager von www.helgasalm.at im Buch mit einem Rezept vertreten ist, freut mich natürlich ganz ungemein. Helga verrät darin übrigens ihr Rezept für den unverleichlichen Kitzbraten. Den besten der Welt, wie ich meine.

Helgas Ziegenherde auf ihrer Lieblings-Wiese. Da stören auch Regen und Nebel nicht.
Helgas Ziegenherde, also die Geißen meiner Alm-Chefin auf ihrer Lieblings-Wiese. Da stören auch Regen und Nebel nicht.

Gabi Gatscher bei der Buchvorstellung in Steinach. Es war ein Manifestation gegen Rassismus und Fremdenhass.
Gabi Gatscher, legendäre Köchin der genauso legendären Pumafalle in Triens bei der Buchvorstellung in Steinach. Es war ein Manifestation gegen Rassismus und Fremdenhass.

Bei der Präsentation dieses literarischen Kleinods am 1. Adventsonntag kam denn auch eines seiner wichtigen Ziele zum Ausdruck: dieses Buch ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Integration von Menschen aus anderen Ländern auch über gemeinsames Feiern, über gemeinsames Essen erfolgt. Und was mich sehr freute: die Präsentation des Werkes in Steinach/Brenner war ein grandioser Erfolg des Miteinander. Und eine klare Absage an hasstriefende Rassisten und Fremdenfeinde. Das belegte auch der Auftritt der Trommelgruppe ,Just friends‘

Und weshalb ist nun das Buch ein ideales Weihnachtsgeschenk? Auch deshalb, weil der gesamte Gewinn, der aus dem Verkauf erzielt wird, dem Wipptalfonds des Sozialsprengels zugute kommt. Ich finde das toll. 

Erhältlich ist dieses einzigartige Buch übrigens bei den Raffeisenbanken im Wipptal, den Tourismusbüros im Wipptal und in zahlreichen Geschäften des Wipptales.

Die Südtiroler Wundersocken

Ich geb‘s zu: Zu den Wundersocken bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Denn auf Instagram, wo ich den Account „fanclub_tirol“ betreibe, wurde ich eines Tages eingeladen, den hashtag #wundersocks zu verwenden. Dann hätte ich die Chance, ein paar dieser tollen Socken zu gewinnen.

Gesagt, getan. Und – wider erwarten – gewonnen. Also machte ich mich in die Kiebachgasse nach Innsbruck auf, wo Wundersocks ein kleines aber feines Geschäft betreibt. Und als Jakobs-Pilger ist mir das Thema Socken ja einigermaßen vertraut.

Das kleine aber feine Geschäft für Wundersocken in der Innsbrucker Kiebachgasse.
Das kleine aber feine Geschäft für Wundersocken in der Innsbrucker Kiebachgasse.

Üblicherweise schweben Sportsocken in finanziellen Größenordnungen, die jenseits von Gut und Böse liegen. Das war für mich jahrelang ein Grund, auf meinen Pilgerreisen ganz normale Socken zu verwenden, denn ich bin nicht bereit, internationalen Gierkonzernen auch noch mein Geld hinerherzuschmeißen. Normale Socken haben Nachteilen, sicher: bald einmal löchrig, rutschig im Schuh und so. Und plötzlich hab ich die gewonnenen Wundersocks vor mir. Also testete ich sie gleich einmal. 

Mein Test-Socken.
Mein Test-Socken.

Mein Testurteil gleich vorneweg: ,hervorragend‘. Ich bin zwar erst rund 100 km mit diesen Socken gegangen aber jetzt schon begeistert. Man spürt tatsächlich, wie die Socken mit ihren Verstärkungen Ferse, Fußsohlen und -ballen schützen. Dazu kommt ja noch, dass die Socken in Italien produziert werden und auf eine Tiroler Idee zurück gehen. 

Was Wunder, dass die Qualität dieser Wundersocks einzigartig ist: sie bestehen aus 80 % Merino-Wolle, haben keinen Gummizug am Waden und haben noch eine Überraschung parat: die EU-Notrufnummer ist in den Socken farblich eingearbeitet. Falls tatsächlich einmal etwas passiert.

Mein neuer Kleinrucksack in fantastischem Design

Ich gehe eigentlich nicht mehr aus dem Haus, ohne einen Rucksack mitzunehmen. Ich schleppe immer ein Buch, mein MacBook Air und andere Sachen mit. Bisher waren es irgendwelche Plastik- oder kunststoffgefertigten Rucksäcke, deren Nähte sich schon nach einigen Wochen verabschiedeten und auflösten. Da musste ich nur einmal etwas zuviel in den Rucksack gepackt haben. Ein Glumpert halt.

Aber kürzlich fiel mir im 3.Welt-Laden an der Innsbrucker Triumpfpforte ein Rucksack auf, der nicht nur wunderschön, elegant – ja geradezu exklusiv – ausschaut sondern auch noch massiv gearbeitet ist. Ohne Schnick-Schnack und dergleichen. Er wird aus dem Stoff wiederverwerteter, alter Militärzelte hergestellt. Der Stoff ist gewaschen, gewachst und der Rucksack selbst ist mit Ziegenleder-Applikationen versehen. Einfach großartig.

Der exklusive Rucksack aus dem 3. - Welt - Laden an der Innsbrucker Triumpfpforte: Gefertigt aus dem Stoff alter Militärzelte, hergestellt von einer Fair-Trade-Organisation in Indien. Ein heißer Geschenktipp in diesem Jahr.
Der exklusive Rucksack aus dem 3. – Welt – Laden an der Innsbrucker Triumpfpforte: Gefertigt aus dem Stoff alter Militärzelte, hergestellt von einer Fair-Trade-Organisation in Indien. Ein heißer Geschenktipp in diesem Jahr.

Dieser Rucksack ist ein wahres Schmuckstück.
Dieser Rucksack ist ein wahres Schmuckstück.

Eine Detailaufnahme zeigt, wie sorgfältig dieser Rucksack gearbeitet ist.
Eine Detailaufnahme zeigt, wie sorgfältig dieser Rucksack gearbeitet ist.

Hergestellt wird er in Indien von der Fair-Trade-Partnerorganisation Pushpanjali. Für mich ist dieses Produkt ein weiterer Beweis dafür, dass sich die 3.Welt-Läden zu attraktiven  Shops mit teils wunderschönen Designstücken entwickelt haben. Und: man darf nach einem Kauf ein wirklich gutes Gewissen haben. Dafür möchte ich dieser wunderbaren Organisation ganz herzlich gratulieren. 

Ja, noch zum Preis: der von mir beschriebene Rucksack kostet im Weltladen bei der Triumpfpforte in Innsbruck 84,90 Euro.

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