Altenweisl: „Warum (noch) Grün?“. Kräutler: „Tiroler Grüne nicht mehr wählbar“.

Mein Pilgerfreund Christian Altenweisl hat sich Gedanken um die Tiroler Grünen gemacht. Das ist gut und vor allem höchst an der Zeit. Denn was die Tiroler Grünen in den vergangenen zwei Jahren an politischer Verdrehung geboten haben ist ein übles Trauerspiel. Ich möchte Christians Gedanken selbstverständlich hier auf meinem Blog wiedergeben.

Was die reale Politik der Tiroler Grünen anlangt, bin ich mit Christian absolut nicht einer Meinung. Was unserer persönlichen Freundschaft übrigens keinen Abbruch tut.

Denn Zug um Zug kommt jetzt zum Vorschein, was die Frau Felipe, der Herr Mair und ihre grünen Kolleginn_en offenbar im Koalitionsvertrag unterschrieben hatten: Freigabe der letzten Gletscherbäche im Ruhegebiet Stubaier Alpen an die TIWAG, Genehmigung eines Sinnlos-Kraftwerkes in Tumpen, Bau einer neuen riesigen Autobahnanbindung Hall-Ost.

Was haben sie dafür erhalten? Den Autobahn – 100er, begrenzt auf 1 Jahr. Das kanns doch nicht sein, Leute. Mit eurer aktiven Zustimmung – Frau Felipe wird die Bewilligung zum Wasserabgraben im Ruhegebiet Stubaier Alpen ja unterschreiben – entzieht ihr dem Stubaital Wasser. Quasi auf ewig. Und dafür handelt ihr einen Luft-100-er ein, den die Schwarzen auf 1 Jahr befristet haben?

Und das alles ist sicher nur die Spitze des Eisberges. Was die Änderung der Geschäftsordnung des Tiroler Landtages anlangt: Sowas hätte ich von einer außer Rand und Band geratenen Pleite-FPÖ erwartet, aber doch nicht von den Tiroler Grünen.

Wissen die Tiroler Grünen eigentlich, was sie damit anrichten? Könnte deen mal irgend jemand einen Vortrag über die Grundsätze der Demokratie halten? Sie machen sich mitschuldig am Einbetonieren der Schwarzen Oligarchie im Land. Damit stimmen sie einer Änderung zu, die sie noch nicht vor allzulanger Zeit heftig bekämpft hatten. Nun bleibt es offenbar – mit eilfertiger Zustimmung, ja mit den Handlangern der Tiroler Grünen – dabei: 16 Stimmen können noch allemal mehr als 20 Stimmen sein.

Ich bin mir leider sicher, dass im Lauf der Zeit noch weitere Volten der Grünen Nomenklatura sichtbar werden, um die Schwarzen ’nicht zu reizen‘.

Ihr fragt mich nach der Alternative dazu? Ja, Ausstieg aus dieser, einer grünen Partei völlig unwürdigen Ehe. Aus der Opposition heraus kommen sie den Zielen wesentlich näher als als Handlanger in der Regierung.

PS: es täte der Grünen Nomenklatura gut, sich ab und an der Basis zu zeigen. Und darüber zu diskutieren, wie die Basis ihre Arbeit sieht. Oder wird das in Zukunft auf völlig durchkomponierten Jubelparteitagen geschehen, bei denen gegenteilige Meinungen erst gar nicht vorgebracht werden?

Im Übrigen bin ich mehr denn je der Meinung, dass die Tiroler Grünen nicht mehr wählbar sind.

altenklug

Vor kurzem unterhielt ich mich mit meiner neuen Mitbewohnerin. Unser Thema waren die Proteste der Tiroler Touristiker vorm Landhaus. Unsere Fragen wie weit sie vom Elend noch entfernt seien und was das mit „Los von Rom!“ zu tun hat.

Geendet haben wir damit, dass wohl jede Interessensgruppe ihr Problem als das einzig wesentliche behandelt (sehen will), das deren gutes Recht ist und wir trotzdem finden, dass sich öffentlicher Diskurs nicht wie ein Billardtisch von Einzelinteressen verhalten soll.

Jede*r hat Probleme Jede*r hat Probleme

Aktionen müssen ja auch dort einem Plan folgen, um längerfristig gut abzuschneiden. Beim „gute Nacht-TV“ Snooker, gewinnt auch selten jener, der fortwährendend die einfachsten Bälle spielt. Und was hüben Ronny O’Sullivan, heißt drüben Ingrid Felipe, Christine Baur und deren Crew.

Damit spreche ich weder einem Werner K. ab, sich für das Stubaier Wasser zu kämpfen (allenfalls es mit einer Prise weniger Verve zu tun), noch einem Markus K

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