Ist Gebi Mair ein Feigling?

„So. Der ganze Westen Österreichs ist nun grün.“ Die Tiroler Grünen üben sich derzeit auf ihrer Facebook-Seite im Übertreiben. Denn in Tirol erreichten sie schlappe 12,59 %. Und von Grün ist bald kaum mehr was vorhanden im Herz der Alpen.

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Aber: Die Tiroler Grünen haben ja auch Grund genug, von regionalen Umwelt-Themen abzulenken. Laufen doch derzeit die mündlichen  Verhandlungen zur UVP der TIWAG – Kraftwerkspläne. Verhandelt wird die unverfrorene Absicht der schwarz-grünen Landesregierung, das Wasser von Gletscherbächen im Stubai und im Ötztal abzugraben. Saublöd auch, dass ein unglaublicher Kuhhandel der einstigen Umweltpartei mit der Tiroler ÖVP ans Licht der Öffentlichkeit gekommen ist: Tempo 100 auf der Inntalautobahn wurde von den Grünen mit ihrer Zustimmung zum alpinen Wasserabgraben erkauft.

Ich stellte Gebi Mair, dem bis zur Wahl kämpferischsten Grünen, in einem früheren Blog zwei Fragen:

  • Was denn die vor allem von der ÖVP viel zitierte „Energiewende“ der Landesregierung in Tirol bedeute (so rechtfertigte Jakob Wolf, der Mann für die TIWAG bei der ÖVP die Brutalableitungen von Gebirgsbächen) und
  • Welche Organisation diese „Energiewende“ denn umsetze.

Offenbar war das Thema den Spin-Doktoren der Grünen zu heiß. Also schwieg und schweigt Gebi Mair standhaft, was eigentlich so gar nicht seine Art ist. Selbst auf Twitter verstummte er. Gebi als Feigling? Man muss es leider annehmen.

Grüne Göttin - hilf!
Grüne Göttin – hilf! Vielleicht hätte es doch eher dem Umweltschutzgedanken entsprochen, anstelle dieses Postings eine Stellungnahme der Grünen zu den geplanten Wasserfassungen der TIWA im Stubai und im Ötztal zu veröffentlichen. Aber in dieser Beziehung haben sich die Tiroler Grünen vom Umweltschutz ganz offenbar verabschiedet. ‚Auf zu neuen Ufern‘ lautet die Devise.

Denn im Gegensatz zu der Vernichtung der letzten Gletscherbäche hängen die Grünen ihre Naturschützer-Qualitäten bei den Kalkkögeln aus dem politischen Fenster. Da wird in Facebook von einem ,Elchtest‘ geschwafelt, dem der Brückenschlag zu unterziehen sei. Da wird von Rechtswidigkeit geredet und von wirtschaftlichem Widersinn. Wie man auch immer zu den Kalkkögeln steht – die grüne Rhetorik passt viel eher auf unwiderbringliche Ableitungen von Bächen, deren Wasser für ein Tal unentbehrlich ist.

Bei Kalkkögeln 'Elchtest' - beim Wasserabgraben schweigende Zustimmung.
Bei Kalkkögeln ‚Elchtest‘ – beim Wasserabgraben schweigende Zustimmung.

Als gelerntem Österreicher liegt mir die Frage auf der Zunge: Gibt’s für das Stillhalten etwaige Nebenabsprachen der Grünen mit der TIWAG? Geht’s da etwa auch um Posten und Pfründe?

U.A.w.g.

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