Musik mit leuchtenden Augen

Wenn ich die zwei Tage des Alpenländischen Volksmusikwettbewerbs um den Herma Haselsteiner-Preis zusammenfassen sollte? Kernig. Mit viel Substanz und Leidenschaft. Ein Mitorganisator dieses einmaligen Wettbewerbes fasste es salopp zusammen. „Um diese Jugendlichen brauchen wir keine Angst zu haben.“

In der Tat. Ich habe selten soviele junge Menschen getroffen, die weder den Weltschmerz vor sich hertragen noch mit abweisender oder vorwurfsvoller Miene schlecht gelaunt dahertraben. Das Gegenteil war der Fall. Lachend, musizierend und auch feiernd habe ich sie gesehen. Selbst auf Fotos ist es ersichtlich: die jungen Leute machten Musik mit leuchtenden Augen.

Volksmusik mitten in Innsbruck
Die jungen Musiker_innen waren mit Inbrunst bei der Sache.
Alpenländischer Volksmusikwettbewerb
Die Alphornbläser aus dem Stubai wurden auf der Maria Theresien-Straße von Passanten bejubelt.

Man könnte jetzt darüber sinnieren, ob es doch ein Stadt – Land – Gefälle gebe. Denn sehr viele dieser jungen Musikant_innen stammen vom Land, aus den ländlichen Gebieten der Alpen. Ich bin mir der Gefahr einer solchen Betrachtungsweise bewusst. Und dennoch stellte ich fest: musische Erziehung und ländliche Gebiete sind offenbar Bausteine dafür, das Leben junger Menschen in eine positive Richtung zu lenken.

Die Stubair Glöggln spielten vor der Annasäule auf
Die Stubair Glöggln spielten vor der Annasäule auf
Innsbruck Volksmusikwettbewerb
Die jungen Musiker_innen von Ybbsfeldstreich brachten Stimmung vor das Goldene Dachl
Ein junger Harmonikaspieler übt während des Wettbewerbes. Man glaubt es kaum, mit welcher Fertigkeit dieser kleine Mann bereits Harmonika spielt.
Ein junger Harmonikaspieler übt während des Wettbewerbes. Man glaubt es kaum, mit welcher Fertigkeit dieser kleine Mann bereits Harmonika spielt.

Deshalb kann diese fantastische Veranstaltung namens Alpenländischer Volksmusikwettbewerb um den Herma Haselsteiner-Preis auch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Man darf den Veranstaltern, dem Tiroler Volksmusikverein nur ganz herzlich zur perfekten Organisation gratulieren. Und dazu, dass die Volksmusik wieder einen wichtigen Schritt in Richtung beiter Bekanntheit und Beliebtheit gemacht hat. Sie nimmt in Zukunft – da bin ich mir ganz sichr – wieder einen Stellenwert ein, der über ländliche Feste und Feierlichkeiten hinausgeht. Die Volksmusik ist wieder in der Stadt angekommen. Das hat auch ein umjubelter ‚Volksmusik-Flash-Mob‘ im Kaufhaus Tyrol gezeigt.

Die Meriten gebühren dem Tiroler Volksmusikverein und dessen dutzenden aktiven Mitarbeiter_innen, die diese Veranstaltung zu einem außerordentlichen Erfolg gemacht haben. Quasi dirigiert wurden die Aktivist_innen von Peter Margreiter und seiner Frau Sonja Streusloff-Margreiter, beides selbst fantastische Volksmusikanten bei der Stubaier Freitagsmusig.

Zwei Tage lang wurde das 'Erscheinungsbild' Innsbrucks von Trachten aller Art geprägt. Und von fantastischen Musikdarbietungen auf verschiedenen Plätzen.
Zwei Tage lang wurde das ‚Erscheinungsbild‘ Innsbrucks von Trachten aller Art geprägt. Und von fantastischen Musikdarbietungen auf verschiedenen Plätzen.
Und zum Abschluss gab es einen Musik-Flash-Mob im Kaufhaus Tyrol.
Und zum Abschluss gab es einen Musik-Flash-Mob im Kaufhaus Tyrol.

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